Neurorehatherapie

Die Neurorehatherapie schließt an eine neurologische Akutbehandlung nach einer Schädigung des Zentralen Nervensystems an. In dieser Zeit ist die Therapie besonders wichtig, weil unser Gehirn enorme Ressourcen hat (Neuroplastizität des Gehirns), verlorengegangene Funktionen wieder neu zu erlernen.

Die Neurorehatherapie und Ergotherapie unterstützen das Wiedererlangen von motorischen, sensorischen, kognitiven und Handlungs-Fähigkeiten. Individuell nach dem Befund werden mit den Betroffenen die Ziele der Behandlung gesetzt.

Neuroreha Therapie: Handfunktionen müssen oft wieder erlangt werden. Neuroreha Therapie: Es werden Handschienen aus Gips oder Kunststoff angefertigt, um Fehlstellungen und Verkürzungen entgegenzuwirken. ... Neuroreha Therapie: Greifen und Hantieren können bei einer Lähmung wieder neu erlernt werden. Neuroreha Therapie: Das Üben des Alltäglichen macht Sinn. Neuroreha Therapie: Ohne Haltung und Kraft im Rumpf wäre das Greifen nicht möglich. Neuroreha Therapie: ..und auch nicht das Heben der Arme. Neuroreha Therapie: Gewicht verlagern, Drehen und Aufrichten erfordert ein komplexes Zusammenspiel. Neuroreha Therapie: Form und Material Spüren ist Voraussetzung für das Greifen.

Nach einem Schlaganfall müssen oft das Aufstehen und der Transfer geübt werden.

Schwerpunkt vor...

Schwerpunkt vor...

beide Beine gut belasten...

beide Beine gut belasten...

und aufrichten.

und aufrichten.

Indikationen

  • Schlaganfall
  • Schädel Hirn Trauma
  • Lähmung
  • Sensibilitätsstörung
  • kognitive Beeinträchtigung
  • neurologische Erkrankung

Behandlungsansätze und Therapiekonzepte

In der Ergotherapie werden gezielt Bewegungs- und Wahrnehmungsanforderungen gestellt, um das Gehirn anzuregen, verlorengegangene Funktionen neu zu erlernen. Unser Gehirn eignet sich zwar auch von alleine neue Fähigkeiten an, doch die therapeutische Aufmerksamkeit ist bei diesem Neuerlernen auf die bestmögliche Qualität der Ausübung ausgerichtet. Unangepasste Anspannungen und Bewegungen (assoziierte Reaktionen, Spasmen, Hypertonus) werden gehemmt, verlorene Bewegungsfunktionen (Lähmungen, Paresen) werden neu gebahnt und die Integration der Sinneswahrnehmung wird unterstützt.

Nach einem neurologischen Geschehen kann es notwendig sein, Schritt für Schritt die eigene Selbstständigkeit wieder zu erlangen. Dazu werden in der Therapie Alltagsanforderungen gestellt und deren angemessene Bewältigung geübt. Zum Selbstständigkeits- Training gehören das Anziehtraining, das Mobilitätstraining, das Training der Selbstversorgung oder der Anwendung von Hilfsmitteln.

Um die geeigneten Behandlungsansätze zu erkennen, geht ein Befund der Orientierung, der Konzentration, der Merkfähigkeit, des Gedächtnis, der räumlichen Vorstellung und des Denkens voraus. In der Ergotherapie wird bevorzugt, nicht nur mit Papier und Bleistift oder am PC zu arbeiten, sondern eine kognitive Anforderung mit einer praktischen zu verbinden. Denn Lernen mit allen Sinnen erzielt die größte Wirkung.

Vor einem Wiedereinstieg in den Beruf kann in der Ergotherapie ein gezieltes Arbeitstraining stattfinden. Arbeitsanforderungen werden erprobt, trainiert und der Berufseinstieg unter Berücksichtigung der Gesundheit geplant. Bei Bedarf beraten ErgotherapeutInnen zur individuell optimalen ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung und Hilfsmittelversorgung.

In der Ergotherapie und Neurorehatherapie werden Schienen aus Gips angefertigt (Gipslongetten), die zur Stabilisation oder der Behandlung von Muskelverkürzungen (Kontrakturen) und erhöhter Muskelspannung (Hypertonus) dienen. Für die dauerhafte Korrektur einer Gelenkposition und die Lagerung können auch Schienen aus Kunststoff hergestellt werden.

In der Neurorehabilitation arbeiten ErgotherapeutInnen eng mit den zuweisenden FachärztInnen, mit PhysiotherapeutInnen, LogopädInnen und bei Bedarf mit PsychologInnen zusammen. So können die Maßnahmen optimal abgestimmt und ergänzt werden und gemeinsame Ziele verfolgt werden.